„... sich nach obszönen Sachen geradezu drängen...“

Der Gemeindearbeiterverband und das freie weibliche Pflegepersonal bis 1914

Gisbert Hadamitzky

Einleitung

Die Zeit der Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert war die Zeit der Entstehung und raschen Ausdehnung kommunaler Betriebe in Deutschland, vor allem im Bereich der Strom, Gas und Wasserversorgung, des Verkehrswesens, der Straßenreinigung und Kanalisation, der Telekommunikation und der Gesundheitsfürsorge. Gleichzeitig vervielfachte sich auch die Zahl der bei den Kommunen in Lohn stehenden Arbeiter (und zunehmend auch Arbeiterinnen), vor allem in den nun zahlreich entstehenden kommunalen Krankenhäusern. Gab es zu Beginn der 1880er Jahre nur einige hundert kommunale Arbeiter und Arbeiterinnen im Gebiet des Deutschen Reiches, so stieg deren Zahl bis 1914 auf etwa 175000 an.

Im Jahr 1896 entstand im Gefolge eines spontanen Streiks der Berliner Gasarbeiter der „Verband der Arbeiter in Gasanstalten, auf Holz- und Kohlenplätzen und sonstiger Arbeitsleute“, aus dem später der „Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter“ wurde. Bis zum Jahr 1913 organisierte der Verband fast 40% der Gemeindearbeiterinnen und -arbeiter in seinen Reihen.1 Schon früh versuchte der Verband auch das Pflegepersonal vor allem der staatlichen und kommunalen Krankenhäuser und Irrenanstalten zu organisieren, doch gelang dies bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges nur in sehr geringem Umfang und nur in wenigen Städten bzw. Regionen. Dies gilt besonders für die weiblichen Pflegekräfte. Im folgenden Text wird gezeigt, daß nicht nur äußere Umstände, sondern auch innergewerkschaftliche Positionen und Widersprüche den Gemeindearbeiterverband daran hinderten, sich offensiv und glaubhaft um die Organisierung des weiblichen Pflegepersonals zu bemühen.

1. Pflegepersonal vor dem 1. Weltkrieg

Im Jahr 1897 gab es im Gebiet des gesamten Deutschen Reiches 225769 Krankenbetten in Krankenhäusern und Irrenanstalten. Bis zum Jahr 1909 stieg ihre Zahl um etwa 75% auf 390315 Krankenbetten an,2 ein Ergebnis vor allem der zunehmenden kommunalen Tätigkeit im Bereich der Gesundheitsfürsorge. Im annähernd gleichen Zeitraum von 1898 bis 1909, den Jahren, in denen entsprechende Berufszählungen veröffentlicht wurden stieg die Zahl des Pflegepersonals, das die größte Berufsgruppe aller in Krankenhäusern und Pflegeanstalten Beschäftigten bildete, von 29577 (55 Pfleger/innen auf 100000 Einw.) auf weit mehr als das Doppelte an, nämlich 68818 (108 Pfleger/innen auf 100000 Einw.).3 Allerdings waren von den 68818 berufsmäßigen Pflegern und Pflegerinnen nur 48792 ausschließlich oder überwiegend in Krankenhäusern oder Pflegeanstalten beschäftigt; mehr als 20000 von ihnen übten vorwiegend oder ausschließlich Hauskrankenpflege aus.4 Bei der Zählung von 1898 gehörten noch 90% des gesamten Pflegepersonals einem religiösen Orden oder einer religiösen bzw. weltlichen Genossenschaft an; im Jahr 1909 waren es immerhin noch 69%. Aber statt 3000, nicht nur für Kost und Logis, sondern vor allem für Lohn arbeitende Pfleger und Pflegerinnen im Jahr 1898 gab es nun mehr als 21000.5 Die Krankenpflege begann sich vom „Liebesdienst“ zur Lohnarbeit zu wandeln.

Das freie Pflegepersonal war zum großen Teil in den von Gemeinden und Provinzen betriebenen Anstalten beschäftigt, seltener in konfessionellen Häusern. In einigen städtischen Krankenanstalten, z.B. in Düsseldorf, Königsberg und Schöneberg, gab es 1907 ausschließlich freies Pflegepersonal, und von den über 700 bei den Berliner Städtischen Krankenanstalten beschäftigten Pflegern und Pflegerinnen gehörten nur noch ein knappes Fünftel einem Orden oder einer weltlichen Genossenschaft an.6

2. Der Gemeindearbeiterverband und das weibliche Pflegepersonal

Frauen stellten über 75% des Pflegepersonals der Krankenhäuser und Irrenanstalten. Beim freien, also nicht an einen Orden oder eine weltliche Genossenschaft gebundenen Pflegepersonal betrug der Anteil der Frauen immer noch mehr als 50%; zum Zeitpunkt der Zählung von 1909 arbeiteten in den Anstalten 9122 freie Pflegerinnen und 8558 freie Pfleger.7 Von diesen Pflegekräften organisierte der Verband im Jahr 1910 (für 1909 gibt es keine Angaben) etwa 9008 und erreichte damit einen Organisationsgrad von etwa 5%. Das war niedrig; der Gemeindearbeiterverband organisierte 1913 immerhin schon 38,9% aller bei den Gemeinden beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen.9 Beim Anteil der weiblichen Anstaltsbeschäftigten sah es noch dürftiger aus. Nur 183 Pflegerinnen konnte der Verband 1913 in seinen Reihen organisieren.10

Einige Umstände machten es dem Verband grundsätzlich schwer, Pflegepersonal überhaupt zu erreichen und schließlich zu organisieren: Einschränkungen des Koalitionsrechts,11 Kasernierung, Bespitzelung, restriktive Ausgangsregelungen für das Pflegepersonal, aber auch Standesdünkel und Desinteresse gegenüber gewerkschaftlicher Organisation.12

Auch gab es im gewerkschaftlichen Bereich durchaus stärkere Konkurrenz, vor allem den von Georg Streiter mitgegründeten christlichen „Verband der Krankenpfleger und –pflegerinnen“. Streiter appellierte bei seinen Bemühungen um neue Mitglieder häufig an Standesdünkel. War der Gemeindearbeiterverband das Ziel seiner Attacken, so erwähnte er in diesem Zusammenhang gerne die dort ebenfalls organisierten Waschfrauen, Straßenfeger und Wärterinnen der öffentlichen Bedürfnisanstalten.13 Immerhin konnte er in seinem Verband zeitweilig fast 2000 freie Pflegerinnen und Pfleger organisieren, und der Anteil weiblicher Pflegekräfte in seiner Organisation lag zeitweilig über 30%.14 Warum sahen dagegen so wenig Pflegerinnen den Gemeindarbeiterverband als ihre Organisation?

Die Pflegerinnen waren gegenüber ihren männlichen Kollegen in vielerlei Hinsicht benachteiligt. Sie erhielten für die gleiche Arbeit meist deutlich geringere Löhne; zum Teil entwickelten sich die Löhne des männlichen und weiblichen Pflegepersonals in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg sogar noch auseinander. So erhielt ein Pfleger in den Berliner Irrenanstalten, 1908 nach dreijähriger Dienstzeit 21 Mark mehr im Monat als eine Pflegerin, im Jahr 1914 waren es schon 23 Mark Unterschied.15 In den Berliner Krankenhäusern sah es ähnlich aus.16 Pflegerinnen hatten unbedingt unverheiratet zu bleiben. Pfleger brauchten zwar die Erlaubnis des Arbeitgebers, erhielten sie aber oft auch. Selbst Urlaubs und Freizeitordnungen enthielten oft nachteilige Regelungen für das weibliche Pflegepersonal.17

Im Gemeindearbeiterverband waren die Benachteiligungen jedoch nur selten Thema; auf Konferenzen wurde darüber kaum diskutiert,18 und in der Sanitätswarte findet man nur wenige Artikel, die sich zumindest ansatzweise damit beschäftigen, so zum Beispiel 1914, als man einem Arzt widersprach, der in einem Artikel behauptet hatte, die bessere Bezahlung des männlichen Pflegepersonals sei aufgrund von dessen Leistung berechtigt.19

Dass viele gewerkschaftlich organisierte Pfleger ihre Kolleginnen eher als Konkurrentinnen denn als Mitstreiterin sahen, wird an der Frage der Pflege durch Frauen auf Männerstationen deutlich.

3. Die Beschäftigung von Pflegerinnen auf Männerstationen

In der „Gewerkschaft“, dem Organ des Gemeindearbeiterverbandes, erschien im November 1902 ein Artikel über „Die Rolle der Frau in der Arbeiterbewegung“. Darin ging es nicht um die in der Gewerkschaft aktive Arbeiterin, sondern um die „Gattin, Mutter, Schwestern und Braut des Arbeiters“. Nur diese Rollen gedachte der anonyme Autor der Frau zu und kritisierte gleich, daß sie diese Rolle nicht einmal zufriedenstellend ausfülle. Sie wirke stattdessen eher als Hemmschuh für die gewerkschaftlichen Aktivitäten des Mannes und halte ihn aus falsch verstandener Sparsamkeit von Beitragszahlungen für den Verband ab.20 Vor diesem ideologischen Hintergrund sind die gleichzeitig beginnenden dabei unentschieden und widersprüchlich wirkenden Bemühungen um die Organisierung des weiblichen Pflegepersonals zu sehen. Das offizielle Programm der Sektion Krankenpflege-, Massage- und Badepersonal im Gemeindearbeiterverband spiegelt dies wieder und war nicht dazu angetan, weibliches Pflegepersonal von einer Mitgliedschaft zu überzeugen. So war die Forderung nach „Gleichstellung des männlichen und weiblichen Personals in allen Dingen“ erst als 22. und damit letzter Punkt eher zufällig in das Programm gelangt.21 Als abschreckend oder gar existenzbedrohend dürften viele Pflegerinnen den Punkt 1 empfunden haben, in dem ein „Verbot der weiblichen Pflege auf Männerstationen öffentlicher Anstalten per Reichsgesetz“ gefordert wurde.22 Diese Forderung existierte seit 1904 und stand seit 1906 (beschlossen gegen sechs Stimmen bei insgesamt 26 Delegierten)23 offiziell in dem Programm, das auf der „1. Konferenz des des deutschen Krankenpflege-, Massage- und Badepersonals“ verabschiedet wurde. Eine etwas verquer wirkende, aber unwidersprochene Begründung für das angestrebte Verbot lieferte der Berliner Delegierte Strunk auf dieser Konferenz:

“Ein Teil der Ärzte lobt die weibliche Pflege und rühmt bei Frauen die zu allen PflegeAkten erforderliche sichere Hand, die Männer infolge Alkoholgenusses usw. nicht hätten. Da nun aber ausschließlich in den Operationssälen männliche Ärzte tätig sind und sich ein Teil der Herren Aerzte keineswegs mit dem Gedanken der Abstinenz befreunden kann, so wäre es doch nur recht und billig, wenn diese Schwesternfreunde dafür sorgten, daß die Operationen ausschließlich von der weit sichereren Frauenhand ausgeführt werden. Aber da versagt die Logik der Herren, trotzdem es doch eigentlich bloß konsequent wäre. Ich plädiere deshalb für die Abschaffung der weiblichen Pflege bei männlichen Kranken ...“24

Die Verbandsführung machte diesen Programmpunkt zeitweilig sogar zu einem Schwerpunkt ihrer publizistischen Arbeit. In der Sanitätswarte wurde das Thema seit 1904 immer wieder aufgegriffen. Weibliche Pflege auf Männerstationen sei „unschicklich“. Dazu wurden ausführliche Schilderungen von männlichen Patienten veröffentlicht, die im Krankenhaus „peinliche“ Erfahrungen mit weiblichem Pflegepersonal gemacht hatten, weil sie sich von diesem hatte baden, massieren oder verbinden lassen müssen.25 Doch auch männliche Gewerkschaftsmitglieder meldeten sich zu Wort:

„Die weltliche oder wilde Schwester pflegt mit besonderer Vorliebe Patienten ... Die weltliche Schwester verrichtet alle Pflegeakte, selbst die delikatesten ... Wir sind durchaus keine Sittlichkeitsfexe ... aber das steht fest, daß das weibliche Geschlecht unbedingt Schaden nehmen muß in bezug auf Charakter und Gemüt.“26

Auch heftigster Denunziation des weiblichen Pflegepersonals sowie der gesamten Frauenbewegung bot die Sanitätswarte ein Forum. Ein „alter, erfahrener Berufsgenosse“ berief sich auf Zustände beim Militär und schrieb, daß viele Pflegerinnen

„aus Selbstgefälligkeit, Dünkel oder gar Lüsternheit alles (Hervorhebung im Original, G.H.) machen zu müssen glauben ... sich nach obszönen Sachen geradezu drängen, ohne Not Sachen tun, die offen als Schweinerei bezeichnet werden müssen ... Man sehe doch nur die Ordnung in den Militärlazaretten, wo meist nur Männer pflegen. Aber auch dort hinein drängt die Frauenbewegung ... trotz der Störungen, die sie in das militärische Getriebe hineinbringt. Man frage nur die Sanitätssoldaten, die werden etwas von Schikane und Weiberwirtschaft zu erzählen wissen.“27

Der schon erwähnte Funktionär Paul Strunk schließlich scheute sich nicht, die weibliche Pflege auf Männerstationen in der Sanitätswarte als „moderne Prostitution“ zu bezeichnen.28

Die Anwürfe blieben nicht unbeantwortet. Die ersten Reaktionen zur Verteidigung des weiblichen Pflegepersonals waren noch zögernd und zurückhaltend. So meinte eine seit sechs Jahren im Beruf tätige Pflegerin zum Problem der „peinlichen“ Verrichtungen an männlichen Patienten, daß es einer Pflegerin durchaus möglich sei, diese ohne Verletzung der Gefühle beider durchzuführen.29

Der heftigste Widerspruch kam jedoch nicht von einer Pflegerin, sondern von Ida Altmann, einer Funktionärin bei der Generalkommission der freien Gewerkschaften. Sie warf den männlichen Gegnern der weiblichen Pflege namentlich genannt wird Paul Strunk, der die meisten Artikel gegen die weibliche Pflege zu verantworten hatte mangelnde Logik und üble Methoden der Beweisführung vor. Die Gegner verallgemeinerten in unverantwortlicher Weise Einzelerfahrungen. Aber hinter diesen Vorwürfen stecke oft nur schlichtes Konkurrenzdenken und die Angst vor der Verdrängung aus dem Pflegeberuf.30 Diese Angst des männlichen Pflegepersonals vor einer Verdrängung aus der Pflege wurde gelegentlich sogar zugegeben.31 Einen realen Hintergrund hatte sie jedoch nicht, denn im Zeitraum zwischen 1898 und 1909 vervierfachte sich die Zahl der Pfleger von 3150 auf über 12000, während sich die Zahl der Schwestern und Pflegerinnen nur verdoppelte.32 Der Anteil des männlichen Pflegepersonals stieg damit von 10,5% auf 18,7% des gesamten Pflegepersonals an. Dennoch hielt man vorerst an der programmatischen Forderung fest. Die Diskussion darüber ebbte zunächst ab, wurde aber auf der 1911 durchgeführten „2. Konferenz des Krankenpflege, Massage und Badepersonals Deutschlands“ noch einmal aufgegriffen. Im Entwurf für ein neues Programm für die Sektion Krankenpflege, Bade- und Massagepersonal war die Forderung nach einem Verbot weiblicher Pflege auf Männerstationen weiterhin zu finden. Diesmal regte sich jedoch auch von männlicher Seite Widerspruch gegen die erneute Aufnahme dieser Forderung in das Programm. Der Delegierte Schönberg führte dazu selbstkritisch aus:

„Mit welchem Recht stellen wir diese Forderung? Wir entziehen doch damit den Frauen ein Stück Erwerbsmöglichkeit. Das ist an sich jedenfalls eine außerordentlich reaktionäre Forderung. Wir müssen unterscheiden zwischen den Interessen der Kranken und den Interessen des Krankenpflegepersonals ... Die Tatsache aber, daß wir diese Forderung so lange erhoben haben, ist noch kein Beweis für ihre Berechtigung ... Wenn die männlichen Kranken sich von Frauen nicht pflegen lassen wollen, so ist das ihre Sache; darüber haben wir als Berufsorganisation des Pflegepersonals nicht zu entscheiden. Wir haben vielmehr die Interessen auch des weiblichen Personals wahrzunehmen ... Ich frage nun: Wird das weibliche Personal selbst die Forderung stellen: Wir wollen auf Männerstationen nicht arbeiten, wollen diese Kranken nicht pflegen. Ich glaube das nicht. Wir als Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen haben allerdings die Aufgabe, in den Krankenpflegerinnen das Weib zu schützen. Ich glaube aber kaum, daß man es wagen wird, zu behaupten daß die Krankenpflegerin als Weib bei der Pflege sich unangenehm berühret findet. Das hieße geradezu diesen Teil des Personals beleidigen, ihm unterschieben, daß er anormal empfindet. Wenn das nicht der Fall ist ... so fällt für uns jede Berechtigung, eine solche Forderung aufzustellen. Es käme dabei nur das Konkurrenzinteresse der männlichen Pfleger in Frage, und nur aus dem Grunde wird die Forderung auch bei anderen Organisationen propagiert. Eine so reaktionäre Haltung dürfen wir aber als moderne Arbeiterorganisation nicht einnehmen ... Im Gegenteil, wir haben ein Interesse daran, der Frau die Erwerbsmöglichkeit auch auf dem Gebiete der Krankenpflege in möglichst weitgehendem Maße zugänglich zu machen ... Die weibliche Pflege im allgemeinen verbieten zu wollen, wäre Prüderei ...“33

Nach diesem engagierten und laut Protokoll von zustimmenden Zwischenrufen begleiteten Beitrag wurde die Forderung schließlich doch aus dem Programmentwurf gestrichen. Man sprach sich jedoch weiterhin gegen die weibliche Pflege auf Stationen für männliche Geschlechtskranke aus.34 Und in der Sanitätswarte fanden sich auch später noch Klagen über den „Skandal“ der weiblichen Pflege auf Männerstationen.35

In den Jahren seit dem „2. Kongreß“ gelang es dem Verband, den Anteil der Frauen sowohl absolut als auch anteilmäßig zu erhöhen.36 Der Abschied von der überholten und abschreckenden Forderung nach einem Verbot weiblicher Pflegetätigkeit auf Männerstationen dürfte einen Teil dazu beigetragen haben.



Quellen und Literatur

a) Veröffentlichungen des Gemeindearbeiterverbandes:

Friedrich-Schulze, Marie, Werden und Wirken der Reichssektion Gesundheitswesen im Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, Berlin o. J. (1928) (Schriften zur Aufklärung und Weiterbildung Nr. 40)

Verband der in Gemeinde- und Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter und Unterangestellten, Protokoll der Verhandlungen von der 1. Konferenz des deutschen Krankenpflege-, Massage- und Badepersonals, abgehalten am 26. Mai 1906 in der „Neuen Anlage“ zu Mainz, Berlin o. J. (1906)

ders. (Hg.), Die Koalitionsrechtsrechtsfrage in den Berliner Kranken und Irrenhäusern, Berlin 1906

Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, Jahresbericht 1910, Berlin 1911

ders., Jahresbericht 1913, Berlin 1914

ders., Protokoll der Verhandlungen der 2. Konferenz des Krankenpflege-, Massage- und Badepersonals Deutschlands, abgehalten zu Berlin, „Gewerkschaftshaus“, am 21. und 22. August 1911, Berlin 1911

Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, Filiale Groß-Berlin, Jahresbericht 1908, Berlin 1909

ders., Bericht für die Zeit vom 1. April 1912 bis 31. März 1914, Berlin 1914

b) Zeitungen des Gemeindearbeiterverbandes:

Die Gewerkschaft, Organ für die Interessen der Arbeiter in städtischen Betrieben (Gasanstalten, Straßenreinigung, Kanalisations- Wasserwerke, etc.), auf Holz- und Kohlenplätzen und sonstige Arbeitsleute. Publikationsorgan des Verbandes der Arbeiter in Gasanstalten, auf Holz- und Kohlenplätzen und sonstigen Arbeitsleute, 6. Jahrgang (1902, Nr. 23

Die Sanitätswarte, Organ zur Vertretung der Interessen des gesamten Personals in Kranken und Irrenanstalten, Sanatorien, Heil-, Pflege- und Bade-Anstalten, Massage- und Wasserheil-Instituten, Kliniken, Seebädern usw., Beilage zu „Die Gewerkschaft“, 5.-7. Jahrgang (1905-1907), 10. Jahrgang (1910) und 14. Jahrgang (1914)

c) Sonstige zeitgenössische Quellen:

„Die Arbeitsverhältnisse der in Heilanstalten im Krankenpflegedienste beschäftigten Personen nach dem Stande vom 15. August 1910“, in: Reichs-Arbeitsblatt (Hg. Kaiserliches Statistisches Amt, Abt. für Arbeiterstatistik), 12. Jahrgang (1914), S. 322326

„Die wirtschaftliche und soziale Lage des Krankenpflegepersonals in Deutschland“, in: Reichs-Arbeitsblatt (Hg. Kaiserliches Statistisches Amt, Abt. für Arbeiterstatistik), 9. Jahrgang (1911), S. 352-354

Statistisches Jahrbuch deutscher Städte (hg. v. M. Neefe), 17. Jahrgang (1910), Breslau 1910

Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich (hg. vom Kaiserlichen Statistischen Amt), 21. Jahrgang (1900), Berlin 1900

Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich (hg. vom Kaiserlichen Statistischen Amt), 35. Jahrgang (1914), Berlin 1914

Streiter, Georg, Die wirtschaftliche und soziale Lage der beruflichen Krankenpflege in Deutschland, 2. verb. u. erg. Aufl. Jena 1924

d) Neuere Literatur:

Bevölkerung und Wirtschaft 1872-1972 (hg. vom Statistischen Bundesamt Wiesbaden), Stuttgart/Mainz 1972

Hadamitzky, Gisbert, Pflegepersonal und gewerkschaftliche Organisierung im Deutschen Reich vor 1914, in: Kaderschule für die Krankenpflege Aarau, Fortbildung: 1. internationaler Kongress zur Geschichte der Pflege 22./23. Oktober 1992, o.O. o.J. (Aarau 1992), S. 39-48

Schneider, Michael, Die christlichen Gewerkschaften 18941933, Bonn 1982 (Politik und Gesellschaftsgeschichte Bd. 10, hg. v. Kurt Klotzbach)

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1Vgl. Verband der Gemeinde und Staatsarbeiter, Jahresbericht 1913, hg. vom VerbandsVorstand (im folgenden zitiert als Jahresbericht 1913), Berlin 1914, S. 111

2Vgl. Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich (im folgenden zitiert als StJDR), 35. Jg. (1914) ,
S. 438
f

3Vgl. Die Arbeitsverhältnisse der in Heilanstalten im Krankenpflegedienste beschäftigten Personen nach dem Stande vom 15. August 1910, in: ReichsArbeitsblatt (Hg. Kaiserliches Statistisches Amt, Abt. für Arbeiterstatistik) (im folgenden zitiert als RAB) 12. Jg. (1914) , S. 323; Bevölkerung und Wirtschaft (hg. vom Statistischen Bundesamt Wiesbaden), Stuttgart/Mainz 1972, S. 124

4Vgl. Die wirtschaftliche und soziale Lage des Krankenpflegepersonals in Deutschland, in: RAB 1911,
S. 352

5Vgl. StJDR, 21. Jg. (1900), S. 218f; Georg Streiter, Die wirtschaftliche und soziale Lage des der beruflichen Krankenpflege in Deutschland, 2. verb. u. erg. Auflage Jena 1924, S. 7

6Vgl. Statistisches Jahrbuch deutscher Städte (im folgenden zitiert als StJdS), (hg. von M. Neefe), 17. Jg. (1910), Breslau 1910, S. 270f

7Vgl. RAB 1911, S. 352

8Vgl. Verband der Gemeinde und Staatsarbeiter, Jahresbericht 1910, S. 38

9Vgl. ders, Jahresbericht 1913, S. 111

10Vgl. ebd., S. 33

11Vgl. Verband der in Gemeinde und Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter und Unterangestellten (Hg.), Die Koalitionsrechtsfrage in den Berliner Kranken und Irrenhäusern, Berlin 1906

12Vgl. Gisbert Hadamitzky, Pflegepersonal und gewerkschaftliche Organisierung im Deutschen Reich vor 1914, in: Kaderschule für die Krankenpflege Aarau, Fortbildung: 1. Internationaler Kongress zur Geschichte der Pflege 22./23. Oktober 1992 o.O. o.J. (Aarau 1992), S. 42

13Vgl. Die Sanitätswarte 6. Jahrgang (1906), Sp. 126 (dort ist ein entsprechender Brief Streiters abgedruckt) und ebd. 10. Jg. (1910), S. 70

14Vgl. Michael Schneider, Die christlichen Gewerkschaften 18941933, Bonn 1982 (Politik und Gesellschaftsgeschichte Bd. 10, hg. v. Kurt Klotzbach), S.770

15Vgl. Verband der Gemeinde und Staatsarbeiter, Filiale GroßBerlin, Jahresbericht 1908, Berlin 1909, S.53; ders., Bericht für die Zeit vom 1. April 1913 bis 31. März 1914, Berlin 1914, S.71

16Vgl. ders., Jahresbericht 1908, S. 53 und ders., Jahresbericht 1913/14, S. 69f

17Vgl. Marie FriedrichSchulze, Werden und Wirken der Reichssektion Gesundheitswesen im Verband der Gemeinde und Staatsarbeiter, Berlin o. J. (1928) (Schriften zur Aufklärung und Weiterbildung Nr. 40),
S. 20f

18Eines der seltenen Beispiele dafür in: Verband der Gemeinde und Staatsarbeiter, Protokoll der Verhandlungen der 2. Konferenz des Krankenpflege, Massage und Badepersonals Deutschlands, abgehalten zu Berlin, „Gewerkschaftshaus“, am 21. und 22. August 1911, Berlin 1911, S. 71

19Vgl. Die Sanitätswarte 14. Jg. (1914), Sp. 102ff

20Vgl. Die Gewerkschaft 6.Jg. (1902), Nr. 23 vom 24. November (ohne Seitenzählung)

21Vgl. Verband der in Gemeinde und Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter und Unterangestellten, Protokoll der Verhandlungen von der 1. Konferenz des deutschen Krankenpflege, Massage und Badepersonals, abgehalten am 26. Mai 1906 in der „Neuen Anlage“ zu Mainz, Berlin o. J. (1906), S. 21

22Vgl. ebd., S. 29

23Vgl. ebd., S. 22

24Ebd., S. 17, Hervorhebung von mir (G.H.). An dieser Konferenz nahm neben 25 Männern nur eine einzige weibliche Delegierte teil, vgl ebd., S. 2

25Vgl. Die Sanitätswarte 5. Jahrgang (1905), Sp. 83f

26Ebd. 7. Jahrgang (1907), Sp. 65

27Ebd., Sp. 130

28Ebd., Sp. 138

29Vgl. ebd., Sp. 82

30Vgl. ebd., Sp. 89ff u. 97ff

31Vgl. ebd. 4. Jahrgang (1904), 99ff, Sp.107ff u. 116

32Vgl. Bevölkerung und Wirtschaft, S. 124

33Protokoll von den Verhandlungen der 2. Konferenz des ..., S. 75f

34Vgl. ebd., S. 90

35Vgl. Die Sanitätswarte 13. Jahrgang (1913), Sp. 66

36Vgl. Jahresbericht 1913, S. 33